Paměť kamene (Das Gedächtnis des Steins)
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Beschreibung
Kombinierte Schichttechnik mit pastoser Struktur, breiten horizontalen Pinselstrichen und sich überlappenden Farbschichten.
Auf diesem Planeten hat das Leben weder das Gehen noch das Fliegen noch das Schwimmen gelernt.
Es hat gelernt, zu bestehen.
Das Bild zeigt die Landschaft einer steinernen Zivilisation, von Wesen, deren Körper aus Mineralien bestehen und deren Bewusstsein Millionen von Jahren überdauern kann. Was der Betrachter aus der Ferne für Gebirgszüge, Felswände und Gesteinsschichten hält, sind in Wirklichkeit ihre Bewohner.
Blaue, graue und grüne Horizonte stellen die einzelnen Schichten ihrer Zivilisation dar. Jede entstand über Jahrtausende hinweg. Jede bewahrt die Erfahrungen früherer Generationen. Stein ist hier keine tote Materie, sondern Erinnerung.
Die steinernen Wesen nehmen die Zeit anders wahr als die Menschen. Das menschliche Leben ist für sie fast nur ein Augenblick. Kriege jüngerer Zivilisationen sind kurze Aufregungen. Die Entstehung und der Untergang von Sternen sind Ereignisse, über die sie ein einziges Gespräch führen können.
Genau hier finden die Helden etwas, das sie verzweifelt brauchen: die Fähigkeit, eine solche Konzentration von Materie zu erzeugen, dass ihre Anwesenheit den Raum-Zeit-Kontinuum selbst verzerren kann. Wenn der Feind sie schließlich aufspürt und eine Falle um sie herum schließt, schickt die Stein-Zivilisation weder eine Flotte noch eine Waffe.
Sie bewegt sich aus eigenem Antrieb.
Für einen einzigen Augenblick verbinden sich ganze Schichten lebender Materie. Der Raum verändert unter ihrem Gewicht seine Geometrie, und der Ort, der das Grab der Helden werden sollte, ist nicht mehr der Ort, auf den der Feind abgezielt hatte.
Als alles vorbei ist, kehrt wieder Stille in die Steinwelt ein.
Für ihre Bewohner ist gerade kaum eine Sekunde vergangen.
Für alle anderen hat sich der Ausgang des Krieges gewendet.