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Beschreibung
Ein Gesicht, das nicht bis zur letzten Wimper ausgearbeitet ist, und genau deshalb blickt man darauf. Braun, Ocker und kräftiges Magenta verschmelzen miteinander. Die weiße Papierfläche bleibt Teil des Bildes: Licht, kein Loch.
Motiv: figuratives Porträt, Kopf und Schultern. Blick leicht von vorne, Augen mit schwarzer Linie umrandet, Mund nur als Fleck dargestellt. Es ist kein „lebensechtes“ Porträt. Es ist Präsenz.
Stil: expressives figürliches Aquarell. Nass-in-Nass, schnelle gestische Pinselstriche, bewusst unvollendete Partien. Nah am zeitgenössischen Expressionismus und am Skizzenporträt, mehr Stimmung und Knochigkeit des Gesichts als akademisches Porträt.
Aus der Ferne ein warmer Fleck an der Wand. Aus der Nähe das Verlaufen der Farbe, der scharfe, tintenartige Umriss des Auges und die Stellen, an denen die Farbe das Papier atmen ließ.
Passt in einen Raum, der diesen Ausdruck verkraftet: Flur, Arbeitszimmer, Wand neben einem Sessel. Nicht als unauffälliges Accessoire über dem Sofa, sondern eher als Bild, vor dem man innehalten muss.
Original. Aquarell auf Papier, ein einzigartiger Abdruck von Wasser und Pigment, der sich mit denselben Farbverläufen nicht wiederholen lässt.
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