Jan Skorka Lauko
Česká republika 🇨🇿
Ich wurde 1966 am letzten Tag des Sternzeichens Krebs an der slowakisch-ungarischen Grenze in der Kleinstadt Levice geboren. Seit meinem fünfzehnten Lebensjahr widme ich mich der Malerei, der Zeichnung und allem, was mit Kunst zu tun hat. Augenzeugenberichten und heute nicht mehr nachweisbaren Beweisen zufolge begann ich jedoch schon kurz nach dem ersten Blick auf die materielle Welt, nach Bleistift, Pinsel und allem zu greifen, was Spuren auf Papier hinterließ. Außerdem lernte ich schon früh, mich heimlich aus meinem Bettchen in die nähere Umgebung zu schleichen, wo weiße Flächen für mich wie ein Magnet wirkten und mich zum Missfallen aller zum Malen verlockten. Die Liebe zum künstlerischen Schaffen und mein angeborener Optimismus halfen mir, nicht wenige dramatische Momente in meinem Leben zu überwinden. Der Duft von Farben, Terpentin und weißer Leinwand – das waren und sind die Säulen meines Lebens. All das habe ich in vollen Zügen genossen, und obwohl ich auf dem Tacho meines Lebens schon viele Jahre Erfahrung gesammelt habe, suche ich dennoch immer gerne und finde noch lieber. Ich bin ein Hedonist, Philosoph und Liebhaber des Schönen und Außergewöhnlichen – ein Beweis dafür ist die wunderschöne Frau, die mir die Ehre erwiesen hat, ihr Ehemann zu sein, und die mir eine tiefe Quelle der Inspiration und Lebensfreude ist. Anfangs war es ziemlich schwierig, mein Schaffen zu definieren, da es keine festen Grenzen kannte. Jede Lebensphase verlangte nach ihrem eigenen Ausdrucksmittel, was meiner Arbeit eine gewisse Uneinheitlichkeit und Zerrissenheit in Form, Stil und Inhalt verlieh. Erst nach vielen Jahren der Suche wurde das Genremotiv zum verbindenden Element in meinen Bildern – eine Art Spiegel des Lebens mit einer gehörigen Portion Satire und einer Prise Ironie. Auch im Stil und im Thema selbst herrschte in meinen Bildern anfangs eine gewisse Dualität, die sich später zu einem Werk vereinte, das vor Dynamik, ausdrucksstarker Farbgebung und reichhaltiger Fantasie nur so strotzt. Ich widme mich der Ölmalerei, der Zeichnung, der Grafik und teilweise der Bildhauerei. Durch meine Bilder habe ich an vielen Orten meine künstlerischen Spuren hinterlassen – ob diese tief waren, überlasse ich dem Urteil der Betrachter. Vielleicht hat jeder in dem einen oder anderen meiner Werke immer ein Stückchen Geschichte gefunden... Aus dem Katalog: Manche Künstler bemühen sich ihr ganzes Leben lang darum, in das allgemeine Bewusstsein zu gelangen, damit ihr Werk Bestand hat und in Sammlungen und Ausstellungen vertreten ist. Das Schaffen von Jan Skorka Lauko hat einen etwas anderen Weg eingeschlagen. Es steckt nicht so sehr das Verlangen nach Anerkennung darin, es ist weder besonders bahnbrechend noch systematisch, unterliegt keinen Modetrends und lässt sich eigentlich keiner bestimmten künstlerischen Strömung zuordnen. Viele Experten wissen oft nicht recht, wie sie damit umgehen sollen, weshalb es auch immer häufiger Gegenstand von Diskussionen ist. Das Werk von Jan Skorka Lauko ist aus kritischer Sicht recht schwer zu fassen. Der Künstler selbst betont, dass der Kern seiner Bilder in der einfachen Freude am Schaffen liegt, auch wenn es sich nicht nur um bloßes Malen zu Hause handelt. Der Kern seines künstlerischen Schaffens liegt in einer Art Narrativität seiner Bilder. Der Künstler malt nicht, sondern erzählt, und jedes seiner Bilder ist eine verborgene Geschichte. Seine Bilder sind voller Ironie, Satire und einer ganz eigenen Sichtweise mit Sinn für das Detail. Der Künstler sucht keine künstlerischen Abkürzungen. Er erzählt eine Geschichte von Anfang bis Ende. Seine Bilder entstehen eigentlich erst im Laufe des Schaffensprozesses. Jan Skorka Lauko ist sich seiner Stellung als eine Art Außenseiter sehr wohl bewusst. Mit seiner Kunst versucht er eher, etwas zu geben, und im Gegensatz zu den derzeit etablierten Künstlern ist sein Werk daher authentisch und aufrichtig. Ein Beweis dafür ist das wachsende Interesse von Sammlern, Galerien und der breiten Öffentlichkeit. Es gibt Anlass zum Nachdenken, warum, welcher Sinn und welche Energie viele nichtprofessionelle und künstlerisch ungeschulte Maler dazu treibt, sich auf ihre authentische, völlig freie, ja fast ungezügelte Weise zur sie umgebenden Welt und zum Leben überhaupt zu äußern. Es wäre ein Fehler, dies einer Art Volkskunst zuzuschreiben, da diese in der Tradition und innerhalb der Grenzen bestimmter Regionen verankert ist. Das Werk des Autors lässt sich nur schwer in die unterschiedlichsten Schubladen einordnen, schon gar nicht in die Schubladen der volkstümlichen bildenden Kunst. Wenn es sich also weder um eine Volkskunst handelt, die aus einem massiven Nährboden von Traditionen erwächst, noch um einen primitiven und billigen Versuch, extravaganten Kitsch zu schaffen, der dem Exhibitionismus einiger Künstler entspringt, dann muss man nach einer anderen Erklärung für dieses Phänomen suchen. Interessierten und Sammlern eröffnet sich hiermit die schöne und reine Welt der absurden Geschichten von Jan Skorka Lauko. Die Persönlichkeit dieses talentierten Malers bleibt bislang noch immer unterschätzt, obwohl sein Werk auf zahlreichen Ausstellungen im Ausland – in der Slowakei, in Polen, in Frankreich, in Belgien, in Italien, in Deutschland, in Israel, in Amerika, in Kanada u. a. – gewürdigt wurde. -VK-