Požírač galaxií (Galaxienfresser)
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Beschreibung
Ausdrucksstarke, abstrakt-figurative Malerei, eine kombinierte Schichttechnik mit pastosen Farbaufträgen, wirbelnden, gestischen Pinselstrichen und einem markanten Kontrast zwischen feurigen, goldenen und dunklen Farbflächen. Es ernährte sich nicht von Sternen.
Es ernährte sich nicht von Planeten.
Es ernährte sich von den Zukünften, die aus ihnen entstehen konnten.
Das Bild zeigt ein uraltes Raubtier der dunklen Materie, ein Wesen, das aus demselben Evolutionszweig stammt wie Sahr. Es existierte jedoch schon lange bevor seine Art Namen, Vereinbarungen und Grenzen kannte.
Ihr Körper besteht nicht aus zusammenhängender Materie. Er setzt sich aus Möglichkeiten zusammen, die es anderen Welten entzogen hat. Jede Spirale in seinem Inneren ist ein Überbleibsel einer Zukunft. Jeder Feuerstrahl trägt untergegangene Zivilisationen, ungeborenes Leben und Wege, die niemand mehr beschreiten wird.
Der grüne Wirbel in der Bildmitte stellt die letzte noch lebendige Zukunft der gesamten Galaxie dar.
Wenn das Wesen sie verschlingt, explodiert die Galaxie nicht. Ihre Sterne können noch lange leuchten und ihre Planeten können weiter umkreisen. Doch jedes Ereignis, das darauf folgen könnte, hört auf zu existieren.
Kinder werden nicht geboren.
Nachrichten finden keine Empfänger.
Das Licht, das gestern ausgesendet wurde, wird morgen niemals ankommen.
Das Schiff „Antwort“ findet das Wesen in einem Gebiet voller heller, aber kausal toter Galaxien. Sahr erkennt in dessen Hunger sofort seine eigene Herkunft und auch das, was aus ihm werden könnte, wenn er eines Tages zu viele Möglichkeiten verschlingen und der Welt nur eine einzige übrig lassen würde.
Er könnte das Wesen angreifen und es verschlingen.
Ein solcher Sieg würde ihn jedoch zu genau demselben Wesen machen.
Deshalb nähert sich Sahr unbewaffnet und bietet ihm etwas an, das er selbst nie erhalten hat: einen Namen, eine Grenze und eine einzige Zukunft, die er frei lassen muss.
Der Galaxienfresser hält inne.
Der grüne Strudel lebt noch.
Doch dann richten sich alle seine Augen auf einen einzigen Punkt auf der Karte.
Auf die Heimat der Helden.