Mgr. Nicol Rubá Vošmíková RUBART
Česká republika 🇨🇿
Mgr. Nicol Rubá Vošmíková RUBART ist eine professionelle Bildhauerin und Schöpferin von Objektinstallationen.
Sie ist vom tschechischen Kulturministerium anerkannt, Trägerin des „Attestato di Merito Premio Artista d’Europa“, dreifache Finalistin des renommierten Curatone.art Berlin und Entwicklerin einer eigenen künstlerischen Technik mit Blockchain-Schutz und NFTs.
Zu ihrem beeindruckenden kuratorischen Werdegang gehören Auswahlen für die Museen MUST und MAXXI sowie Ausstellungstätigkeiten in der Tschechischen Republik, in Berlin, Venedig und Kanada. In den sechs Monaten ihrer beruflichen Laufbahn wurde ihre Arbeit in über zwanzig Katalogen mit ISSN/ISBN dokumentiert.
Sie schafft Skulpturen, die auf Leinwand basieren, sowie immersive Objektinstallationen, die sich frei zwischen Malerei, Bildhauerei und räumlicher Intervention bewegen.
Über Maßstäbe, Zeitlichkeiten und Paradoxien hinweg untersucht sie, wie der Raum die menschliche Wahrnehmung und die körperliche Orientierung verändert, noch bevor diese bewusst interpretiert werden.
Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Bedingungen, unter denen ein Zustand des Staunens entsteht, darauf, wie der Körper vor der Sprache reagiert, inwieweit die Wahrnehmung durch die anschließende Benennung beeinflusst wird und wie sich wahrgenommene Gefahr in ein Gefühl der Sicherheit verwandelt.
Der Körper passt sich dem Objekt ebenso an, wie sich das Objekt dem Raum anpasst.
Sie interessiert sich für die phänomenologische Wirkung eines Objekts durch vorsemantische Wahrnehmung, verkörperte Wahrnehmung und räumliche Präsenz. Ihre Installationen verzögern bewusst die bewusste Identifizierung und schaffen Wahrnehmungssituationen, die den Betrachter kognitiv, körperlich und emotional einbeziehen, noch bevor eine Interpretation entsteht.
Die Objekte fungieren als autonome räumliche Elemente, die die räumliche Konfiguration, die Akustik, die körperliche Orientierung, die affektive Regulierung sowie die Wahrnehmungserfahrung des Betrachters beeinflussen. Durch Wahrnehmungsdissonanz und somatische Konsonanz schaffen sie eine Beziehung zwischen Objekt, Raum und Betrachter, die vor der bewussten Erkennung entsteht und eine vorsemantische körperliche Reaktion formt.
Jedes Werk ist in seinem Maßstab, seinen Wirkungen und seiner Ausdrucksweise einzigartig. Manche sprechen durch die Missachtung physikalischer Gesetze, andere unterstreichen die Geschichte durch ein sich wandelndes Farbspektrum. Ihre gemeinsame Grundlage bilden jedoch das Material, die Idee und die Technik von Saphea Phenomenal Spatial™️.
Im Zentrum ihrer Praxis stehen die Prinzipien von Hebelwirkung, Schwerkraft und Gleichgewicht der Masse im Raum – einige der ältesten Gesetze, mit denen der Mensch die Ordnung der Welt beschrieben hat. Die Künstlerin zitiert diese Prinzipien nicht als historischen Verweis, sondern belebt sie aktiv im gegenwärtigen Moment, jenseits der Zeit ihrer Entstehung. So entsteht „The Shape of Time“. Die Mythologie fungiert hier nicht als narrativer Inhalt, sondern als struktureller Operator. Dasselbe Kontinuitätsgesetz, das in der babylonischen Kosmologie das Chaos in Ordnung verwandelt, steuert zugleich das physikalische Verhalten des Materials sowie die Kontinuität ihrer künstlerischen Methode über die Zeit hinweg. Kosmologische, physikalische und künstlerische Ordnung beruhen somit nicht auf einer bloßen Analogie, sondern teilen ein und dasselbe Gesetz.
Ihre Technik bringt eine Innovation in Form eines Paradoxons der optischen Negierung der Schwerkraft mit sich: Zwei Meter große Fossilien aus Leinwand lassen sich an einem einzigen Befestigungspunkt bzw. Nagel aufhängen, manche sind sogar hybride Objekte.
Die Objekte sind widerstandsfähig, auch für sehbehinderte Betrachter geeignet; manche sind unzerbrechlich, andere hybrider Natur.
Jedes Werk ist einzigartig.
Sie schafft keine eigenständigen Werke, sondern Umgebungen, in denen Objekt, Raum und Betrachter voneinander abhängig werden. Das Werk ist erst durch die physische Anwesenheit des Betrachters vollendet.
Der Schaffensprozess entsteht in absoluter Wechselbeziehung zwischen dem Zustand der vollen Präsenz und der physischen Manipulation des Materials. Er ist intuitiv und basiert dennoch auf einem sich wiederholenden rituellen Prinzip. Er beruht weder auf vorab festgelegten Abläufen noch auf einer dokumentierten Methodik, sondern auf mehr als zwölf Jahren technischer Erfahrung, die es ermöglichen, jedes neue Werk auf experimenteller Basis anzugehen, ohne einen festen, kontrollierten Rahmen.
Die visuelle Gestalt entsteht erst in dem Moment, in dem die strukturelle Integrität des Objekts gelöst ist.
Die Werke entstehen als monolithische Objekte in Archivqualität, die vor UV-Strahlung geschützt und für langfristige sowie museale Installationen vorgesehen sind. Die Beleuchtung nach Einbruch der Dunkelheit eröffnet eine weitere Wahrnehmungsebene des Werks und verändert die Art und Weise, wie es räumlich wahrgenommen wird.